Nachdem meine Fensterbank im Büro für die Durchschnittspflanze eine etwas rauhe Umgebung ist, was vorallem an der doch recht heftigen Sonneneinstrahlung liegt, habe ich jetzt zu robusterem gegriffen.
Wenn man
Wikipedia glaubt, dann sind diese stacheligen Freunde hart genug um meine Pflege auszuhalten.
m.kadlicz - 17. Mai, 16:37
Aus einem Protokoll. Der Gegenstand des Verfahrens tut nicht viel zur Sache, es geht kurz gesagt darum, ob eine bestimmte Konfiguration eines EDV-Systems ausreichend war. Dazu der Fachkundige Zeuge:Der E-Mail-Server war ein ...PC. Meines Erachtens reicht dies aus . Unterschiede sind vaginal.Ein kleiner Hörfehler bei der Übertragung des Protokolls...
m.kadlicz - 13. Mai, 14:06
Das Gesicht zum Blog und weitere Infos gibt es auf der brandneuen
homepage !
Kommentare sind durchaus erwünscht.
m.kadlicz - 7. Mai, 15:21
Manche Ratschläge sind alt aber gut, so wie dieser, der mir in einem antiquarischen Buch aufgefallen ist; ich zitiere aus dem Kapitel "Umgang mit Juristen" aus Adolf Freiherr von Knigge, "Über den Umgang mit Menschen", 1788:
"Einen besseren Rat weiß ich nicht zu geben als den: Man hüte sich, mit seinem Vermögen oder seiner Person in die Hände der Justiz zu fallen. man weiche auf alle mögliche Weise jedem Prozess aus und vergleiche sich lieber, auch bei der sichersten Überzeugung vom Recht. Man gebe lieber die Hälfte dessen hin, was uns ein anderer streitig macht, bevor man es zum Schriftwechsel kommen lasse."
Sciscitor - 17. Apr, 12:07
Nachdem ich gerade krank im Bett liege, da mich eine Grippe erwischt hat, habe ich Muße das eine oder andere, das man sonst maximal eines Blickes würdigt, genauer anzusehen.
Aufgefallen ist mir die Werbung eines Möbelhauses, das in einer super Sparaktion Geld verschenkt. Bei genauerer Betrachtung handelt es sich schlicht und einfach um einen generellen 10% Rabatt, aber gut das sticht halt nicht so ins Auge.
Bemerkenswert ist aber vorallem das Kleingedruckte:Keine Barauszahlung möglich. Pro Person nur ein Gutschein gültig. Vor dem Einkauf bitte bei einem Verkäufer melden. Ausgenommen reduzierte sowie in Prospekten und Anzeigen beworbene Ware, die im Haus gekennzeichnet ist. Bei Inanspruchnahmen können keine weiteren Konditionen gewährt werden. Gültig bis 29.3.2008. Nicht gültig auf bereits getätigte Aufträge, sowie nicht bei Gutscheinkauf, im Restaurant, bei Kauf von Elektrogeräten, Küchenblöcken, Büchern, Serviceleistungen und die Firmen Miele, Liebherr, Hülsta now!, Moll, Joop, Team 7, Swissflex, Erpo, Göhring, sensipur, Sprenger, Physiosleep, Spectral, Flexa, Rolf Benz, Jori, Esprit, Knoll, Machalke, Royal Garden, Kettler, HKS, Glatz, Weber, WMF, Seltmann, Villeroy & Boch, Leonardo, Kaiser, Fischbacher, Sonnhaus, Cnta Star, Basseti, Mexx, B&M, Lirio, Inku, Vorwerk, Paulig, Tisca, Bugaboo, Small World, Haba, Anette Frank und Stokke.Da muss ja ja recht punktgenau wählen, damit man in den Genuss der großzügigen Geldgeschenke kommt.
m.kadlicz - 20. Mrz, 19:17
Passt gar nicht so schlecht zum letzten Beitrag.
Vorgestern habe ich eine Berufungsbeantwortung diktiert. Nachdem der Berufungswerber (auch ein wunderbares Wort eigentlich) bei mehreren Berufungspunkten immer eine sehr ähnliche Begründung für deren Relevanz nennt, habe ich versucht meinen Schriftsatz etwas abzukürzen. Und zwar indem ich "zur Vermeidung von Wiederholungen auf die Ausführungen weiter oben" verweise.
Gute Idee; Diktiert habe ich allerdings:" Zur Wiederholung von Vermeidungen..."
Tatsächlich sollte man wiederholt versuchen solche Dinge zu vermeiden.
m.kadlicz - 16. Mrz, 09:37
Heute waren in Niederösterreich Wahlen (nein, keine Angst, mit Politik hat dieser Beitrag nur am Rande zu tun), was zu interessanten Beobachtungen Anlass gibt.
Es mag an meiner juristischen Ausbildung liegen, aber mir erschließt sich schon der Unterschied zwischen Wahlen und
Neuwahlen nicht, da es letztere in unserer Verfassungslandschaft gar nicht gibt. Aber das geradezu inflationäre Auftreten der "
vorgezogenen Neuwahlen" in Funk und Fernsehen sollte jedem aufmerksamen Sprachbeobachter zu denken geben.
Leider sind es nicht nur die Politiker und ihre Kommentatoren, die zu den in der Medizin noch viel zu wenig erforschten Phänomenen der Blähsprache und Logorrhoe neigen, sondern auch die Juristen. Letzte Woche sind bei mir zum Beispiel geballt aufgetreten:
- Vertragstexte, in die etwas hineininterpretiert wird.
- Probleme, die man abklären muss. (Besonders, wenn es um Kunstfehler geht, deren Folgen frühzeitg abzuklären gewesen wären.)
- Arbeitsabläufe, die wegrationalisiert werden müssen.
- Ein durch einen Vertragsrücktritt vorprogrammiertes Chaos.
- Eine Geschäftsbeziehung, die aufgekündigt wurde.
- Die Aufforderung, einen Betrag von € 1.000 zu bezahlen. (Gelegentlich handelt es sich sogar um einen Geldbetrag von € 1.000!)
- Schäden, für die Rückersatz verlangt wird.
Möglicherweise waren es noch mehr. Das Schlimme ist ja, dass einem dieser Unsinn
selbst nach einiger Zeit nicht mehr auffällt. Das kann aber auch daran liegen, dass diverse Werbungen allerhand versprechen, was mir zu meinem
persönlichen Vorteil gereichen soll.
Immerhin habe ich jetzt eine Theorie, die den
ansteigenden Papierverbrauch erklärt: Wir haben zwar nichts zu sagen, das aber mit Nachdruck; oder: Je dicker der Schriftsatz, desto dünner die Argumente.
PS: Wer's noch immer nicht glaubt, möge den Text unter Weglassung aller fett geschriebenen Teile nochmals lesen und ihn auf Bedeutungsunterschiede zum
echten Original untersuchen.
Sciscitor - 9. Mrz, 19:43
Bericht über die Beschädigung eines Kopierers. Dieser soll in den ersten Stock, wobei der Empfänger netterweise mithilft, was allerdings nicht verhindert, dass das Gerät zerstört wird:Der Fahrer ging voran und ich hinten nach, wobei ich merkte, dass das Gerät zu kippen drohte und sagte dem Fahrer, er solle es absetzen. Da er offensichtlich durch deutschsprachige Schwierigkeiten es nicht verstand und das Gegenteil tat, nämlich den Kopierer anhob, fiel das Kopiergerät die Stiege hinunter.Kopierer und deutsche Sprache: Totalschaden.
m.kadlicz - 3. Mrz, 16:51
Ein Schöffensenat besteht aus zwei Berufsrichtern und zwei Laienrichtern. Insgesamt 4 Personen, die gemeinsam über Schuld und Strafe entscheiden.
Ein Einzelrichter ist eben genau das: Ein Richter, der die Entscheidung über Schuld und Strafe trifft. Eine Person.
Interessant daher nachstehender Antrag in einer Anklageschrift:Anträge: 1. Anordnung einer Hauptverhandlung vor dem Einzelrichter des Landesgerichts Wr. Neustadt als Schöffengericht.
2....Eindeutig was für gespaltene Persönlichkeiten.
m.kadlicz - 3. Mrz, 14:43
Man hört ja über Sparmaßnahmen im Justizbereich oft genug. Ein besonders tragisches Opfer der Sparwut habe ich gestern am Bezirksgericht Wr. Neustadt entdeckt.
Ein Bild sagt ja mehr als tausend Worte...

Entweder das Wasser war zu knapp, oder es gibt nicht genügend Personal, das diesem armen Pflänzchen das notwendige Nass spenden könnte.
m.kadlicz - 18. Jan, 08:01
Bei komplizierten Sachverhalten kann es schon einmal vorkommen, dass sich selbst höhere Instanzen bei der Ausformulierung im Gedankenfluss verheddern. So etwa hier:
"Die einstweilige Verfügung war daher als wettbewerbs- und sittenwidrig [...] zu erlassen."
Sciscitor - 10. Jan, 18:16